Fastnacht 2011
"Wenig Schnee aber viel Sonne"

In diesem Jahr hatten wir uns im Naturfreundehaus Beatenberg einquartiert.

Beatenberg liegt oberhalb des Thunersees.


Von der Terasse aus hat man eine phantastische Aussicht auf die Berge des Berner Oberlands : Eiger, Mönch Jungfrau und viele mehr.

Das Bild (oben) ist zwar vom Sommer, aber mehr Schnee lag auch nicht !

Das Haus liegt im Pistenbereich der Niederhornbahn.
Bei guter Schneelage kann man direkt vom Haus aus losfahren bzw. zum Haus hinfahren.

Das Haus hat mehrere Schlafräume, eine große Küche und einen gemütlichen Aufenthaltsraum.
Die Sanitäreinrichtung ist ewtas knapp bemessen :
Zwei kleine Waschräume mit jeweils nur einer Dusche.
Der Hüttenwart ist meistens anwesend und "schaut nach dem Rechten" !
Aber es gibt einen großen "Spiele-Raum" !

Am Abend wurden immer Karten und Führer studiert um die Tour für den nächsten Tag zu planen.

05. 03. 2011 Gemmenalphorn 2061 m

Unsere erste Tour war das Gemmenalphorn. Man startet am Besten am kleinen Skilift im Ortsteil Waldegg auf ca. 1340 m.
Wer will kann das erste Stück mit dem Lift fahren, aber wir zogen es vor "by fair means" zu gehen :
Über die Alp Mittelhag (1371m) und dann den steilen Graben hinauf zum Fahrweg der zur Chüenmatte (1692m) zieht.

Wie man links sieht, war der Weg allerdings nur bedingt "skitauglich" !
An der Chüenmatte wurde eine Rast eingelegt, damit sich die weit auseinander gezogene Truppe wieder sammeln konnte.
Oberhalb der Alp Oberberg (1818m) kann man den Gipfel sehen.
Der Hang ist allerdings nicht so flach wie er scheint.
Am Gipfelgrat gab es ein etwas exponierter Gratabsatz, der bei dem wenigen Schnee etwas Konzentration erforderte.

Nach einer sonnigen Gipfelrast machten wir uns an die Abfahrt.
Um die Tragepassage an dem Gratabsatz zu sparen schlugen Volker und Andreas vor den steilen Hang davor abzufahren.
Bis auf "Kühli" war's den meisten aber doch zu steil ... aber es war eine interessante Variante !

06. 03. 2011 Rengghorn 2104 m

Das Rengghorn ist eigentlich nur eine Graterhebung im NW-Grat der Schwalmere, sieht aus dem Tal aber wie ein richtig spektakulärer Gipfel aus.

Man fährt von Wilderswil auf einer schmalen, steilen Straße ins abgelegene Saxettal. Im Talschluß, auf 1100m liegt das kleine Örtchen Saxeten.
Man geht auf der Ostseite des Tales, über die Under-, Mittel- und Oberbergalp zum Rengglipaß (1879m) hinauf.
Von dort über den recht steilen NW-Hang auf den Grat. Bei guten Schneeverhältnissen gibt es eine rasante Abfahrtsmöglichkeit über einen steilen Hang nach Osten ins Nessleren.

Im Führer steht "unbekannte Tour in einem unbekannten Tal".
Bekannt war die Tour wohl wirklich nicht, denn außer uns waren nur noch 2 Pärchen unterwegs.

Auch diesmal war der "Einstieg" ein schmaler Pfad durch einen steilen Waldhang, mit Ski nur bedingt begehbar.

Nach ca. 1,5 h, an der Mittelbergalm (1633m), gab's eine sonnige Rast.
Hier löste sich die Gruppe in verschiedene Kleingrüppchen auf: Ein kleiner Teil beschloss die Tour hier in der Sonne zu beenden.

Ein paar wollten noch bis zur Oberbergalm oder zum Rengglipaß um die schönen Abfahrtshänge zu geniessen und eine kleinere Gruppe wollte immer noch zum Gipfel !

Im Rengglipaß(1880m) angekommen, wollten nur noch der "harte Kern" weiter.
Nicht nur, dass der Gipfelhang (links) ziemlich steil aussah, er war auch mit übelstem Bruchharsch bedeckt !
Wir hofften auf die Ostabfahrt. Hier wollte keiner wieder runter !

Bild unten links : Die steile O-Flanke. (Maus drauf : Abfahrtsroute)


Bei Lawinenlage 3 war uns der steile Osthang nicht ganz geheuer.
Als wir am Gipfel ankamen, machte sich gerade ein schweizer Paar an die Abfahrt. Wir beobachteten sie genau, wie sie vorsichtig, in großem Abstand, den Steilhang hinunter fuhren.
Nachdem sie heil unten angekommen waren, beschlossen wir es auch zu wagen.

Nach einer Brotzeit machten wir uns, immer noch mit einem etwas mulmigen Gefühl, an die Abfahrt. Natürlich auch in weiten Abständen
Nach den ersten Schwüngen löste sich die Spannung und wir genossen den knietiefern Pulverschnee und den steilen Hang !
Dabei mieden wir so gut es ging die Rinnen im Hang.

Die 500 Höhenmeter waren leider allzu schnell vorbei und als wir aus dem Schatten kamen wurde der Schnee schwer.

Am "Gipfel" : Mareike, Rainer, Markus, Hardy, Andreas.

Die weitere Abfahrt war weniger spektakulär : Bald kamen wir zu einer Alm (1457m) von wo aus ein "Schlittenweg" hinunter nach Saxeten führte.
Dort angekommen genossen wir bei einem Bier nochmal den Blick auf unseren "Gipfel".
Nach und nach, kamen auch die anderen, die entlang des Aufstiegs abgefahren waren.

Hardy, Rainer, Mareike, Markus, Andreas.

07. 03. 2011 Kleines Lobhorn 2519 m

Die Lobhörner sind eher als Kletterberge bekannt, aber auf das kleine Lobhorn kann man von Süden her mit den Ski bis zum Gipfel.

Im unteren Teil des Lauterbrunnentals zweigt ein schmales Bergsträsschen ab und führt steil hinauf zum Örtchen Isenfluh (1081m).
Von dort führt eine kleine Seilbahn zum Ortsteil Sulwald (1530m).
Wieder waren wir eine sehr große Gruppe, ca. 15 Leute !
Das Wetter : wieder super. Unter uns ein Nebelmeer, über uns blauer Himmel !

"Schon wieder" :
Es ging mit einem steilen Anstieg durch den Wald los.
Nach dem Steilstück tauchren im Hintergrund die Lobhörner auf.

Um auf das kleine Lobhorn zu kommen, muss man unter dem großen Lobhorn einen steilen Hang queren.
Von dort aus konnten wir auf unsere spätere Abfahrtsroute schauen (Bild links) : Entlang dem Chantbach hinunter ins Soustal.
Zum Glück ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie übel der letzte Steilhang bei der geringen Schneeauflage werden sollte.

Nach ca. 3h waren auch die letzten Nachzügler am Gipfel (unten links) angekommen.

Die Rast fiel trotz der Superaussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau (unten rechts) nicht sehr lange aus :
Hardy, Volker und Kühli wollten noch weiter auf die Schwalmere und den Rest drängte es zur Abfahrt.

Vom Gipfel aus hatten wir nochmal eine beeindruckende Sicht auf unseren steilen Abfahrtshang vom Rengglihorn. (Bild links)

Unsere Abfahrt begann mit schönen Firnhängen (oben), wurde dann aber anspruchsvoller (unten links).

Richtig übel wurde es beim letzten Steilhang der nicht nur steil, sondern auch mit Felsen und Bäumen durchsetzt war. Aufgrund der geringen Schneehöhe war die Abfahrt eine echte Herausforderung. (unten)

Für die drei Schwalmerebegeher hatte sich der Aufstieg gelohnt.
Sie hatten im oberen Teil noch eine gute Abfahrt.


In Isenfluh konnten wir in der Abendsonne noch ein Abschlußbier genießen.

Bilder : Kühli, Mareike, Gisela, Hy und andere.


Der Webmaster auf dem kleinen Lobhorn.

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Letzte Änderung am 02.07.11